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Anlagebetrug, Markenpiraterie, Schwarzarbeit – Wirtschaftsbetrug hat viele Gesichter

7 Januar 2017 Kein Kommentar

Fälle wie der Finanzskandal des Düsseldorfer BBZ vor einigen Jahren zeigen, dass Wirtschaftsbetrug jedes Unternehmen treffen kann. Selbst Firmen unter kirchlicher Trägerschaft sind davor nicht gefeit. Wirtschaftskriminalität hat viele Gesichter und stellt auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein wachsendes Problem dar. Diese fällt es häufig schwer, den Wirtschaftsbetrug zu erkennen und diesem entgegenzuwirken.

Anlagebetrug und Abrechnungsbetrug

Im 2011er Finanzskandal der Evangelischen Kirche Düsseldorf, wurde dem BBZ vor allem Anlagebetrug zum Vorwurf gemacht. Betrügerische Finanzgeschäfte verprellen Kunden. Das BBZ bewegte zur Zeit der Vorwürfe Millionensummen, die sich aus Beihilfen und Gehaltszahlungen zusammensetzten. In diesem Zusammenhang stand neben Anlagebetrug zusätzlich Abrechnungsbetrug zur Diskussion. Definitionsgemäß liegt Abrechnungsbetrug bei der Manipulation von Gehaltsabrechnungen vor. Auch die Einreichung von Abrechnungen gegen interne Regeln kann einen Betrugsfall begründen. Werden Spesen zunehmend teurer, oder fällt die Wahl ausschließlich auf die teuersten Dienstleister, sollte die Aufmerksamkeit steigen.

Markenpiraterie und Schwarzarbeit weit verbreitet

Wirtschaftskriminalität

Wirtschaftsspionage ist ein wachsendes Problem, auch bei kleinen und mittleren Unternehmen, Foto: sigre / pixabay, CC0 Public Domain

Neben Anlage- und Abrechnungsbetrug zählt heute vor allem die Produkt- und Markenpiraterie zu den häufigsten Formen der Wirtschaftskriminalität. Vor allem billige Kopien von Produkten, Dienstleistungen und Gedankengütern schädigen das Markenimage von Unternehmen und gefährden das Vertrauen der Verbraucher. Mit einer Klage lässt sich nach der Beobachtung entsprechender Fälle zwar ein Verkaufsstopp erwirken, der gegebenenfalls in Schadensersatzzahlungen mündet, sicher ist ein solcher Schuldspruch jedoch nicht immer. Zudem ist das Verfahren mitunter ressourcenintensiv.

Neben der Markenpriaterie gehören auch aggressive Werbemodelle, missbräuchliche AGB, Schneeballsysteme sowie Irreführung zu den Techniken des Wirtschaftsbetrugs. Auch Schwarzarbeit lässt sich als Form der Wirtschaftskriminalität interpretieren, da Wettbewerbskonkurrenten nicht mit rechten Mitteln arbeiten und dadurch den Markt verzerren. Schwarzarbeit verursacht jedes Jahr Steuerschäden im Milliardenbereich und ist aufgrund der Wettbewerbsbeeinträchtigung kein Kavaliersdelikt.

Vor allem im Mittelstand ist zudem die Betriebsspionage ein weit verbreitetes Probem. Viele Fälle der Spionage bleiben in diesem Bereich jedoch unentdeckt und unaufgeklärt, da entsprechende Sicherheitsvorkehrungen in derartigen Unternehmen zu schwach ausgeprägt sind.

Aufklärung bei Wirtschaftskriminalität durch spezialisierte Detekteien

Unternehmen sollten das Marktangebot regelmäßig nach Imitationsfällen durchforsten, um im Bedarfsfall schnell reagiere und die negativen Auswirkungen eindämmen zu können. Bei Verdacht auf eine Form der Wirtschaftskriminalität können Rechtsanwälte sowie der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftsbetrug helfen. Um den Betrügern auf die Schliche zu kommen, sind auch spezialisierte Detekteien bei Verdachtsfällen eine adäquate Anlaufstelle. Neben der Beratung bei Anlage- und Abrechnungsbetrug übernehmen Detektive bei Betriebsspionage die Enttarnung von Spitzeln. Zum Schutz vor Markenmissbrauch recherchieren sie im In- und Ausland nach Imitationen und decken ebenso schnell unlautere Werbemodelle oder missbräuchliche AGB und Schneeballsysteme auf. Neben der Beweisanalyse, der Sachverhaltsprüfung und der diskreten Recherche, können Detekteien im Großraum Düsseldorf außerdem eine Schwachstellenanalyse Unternehmen durchführen. Die Produktionsstätte, der Standort und das IT System werden dabei auf allgemeine Sicherheit geprüft, damit Betriebe keine bösen Überraschungen zu befürchten haben.


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