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Streik am Flughafen Düsseldorf: Nach Eurowings jetzt Lufthansa

Nachdem der Flughafen Düsseldorf bereits gestern von einem umfangreichen Streik der Lufthansa-Tochter Eurowings Deutschland betroffen war, folgt heute eine weitere Arbeitsniederlegung: die Piloten der Lufthansa treten in den Ausstand. Somit werden am heutigen Mittwoch 30 der 38 geplanten Lufthansa-Flüge über Düsseldorf annulliert. Planmäßig sollten heute zehn Flüge von und nach Frankfurt und 28 Verbindungen nach München abgefertigt werden. Aufgrund des Streiks werden nun jedoch lediglich acht Flüge von und nach München stattfinden. Den Passagieren wird empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Fluggesellschaft über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Aktuelle Informationen zu Flügen und Buchungen können zudem im Internet unter lufthansa.com abgerufen werden.

Bundesweit sollen bis zu 900 Flüge betroffen

Flughafen Düsseldorf
Streik am Flughafen Düsseldorf – zahlreiche Lufthansa-Flüge fallen heute und morgen aus, Copyright: Christian Behrens, Flughafen Düsseldorf

Bundesweit sollen durch den aktuellen Lufthansa-Streik bis zu 900 Flüge ausfallen. Die Arbeitsniederlegung soll auch am Donnerstag fortgesetzt werden, kündigte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) an. In dieser Zeit sind alle Lang- und Kurzstreckenverbindungen betroffen, die aus Deutschland abfliegen sollten. Dennoch können laut einem Lufthansa-Sprecher 2.124 der rund 3.000 geplanten Flügen der Lufthansa Group stattfinden.

Gericht entscheidet gegen Berufung der Fluggesellschaft

Die Fluglinie hatte bis zuletzt darauf gehofft, den Streik durch eine entsprechende Verfügung vor dem Arbeitsgericht Frankfurt abwenden zu können. Das Gericht entschied sich jedoch gegen einen Eingriff in die Tarifautonomie. Im Anschluss hatte die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) sogar eine Ausweitung der geplanten Streiks angekündigt angekündigt. Betroffen sind nun rund 100.000 Passagiere.

Streik am Flughafen Düsseldorf – erst Eurowings, dann Lufthansa

Bereits gestern hatte die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder bei der Lufthansa-Tochter Eurowings zum Streik aufgerufen. Daraufhin war es am Dienstag, 22. November, von 5:00 bis 20:00 Uhr zu entsprechenden Arbeitsniederlegungen des Kabinenpersonals gekommen. 52 von insgesamt 94 geplanten Starts und Landungen mussten annulliert werden, so dass die Fluggäste mit erheblichen Beeinträchtigungen zu kämpfen hatten. Betroffen waren unter anderem Flüge nach Berlin, Prag und Wien. Eurowings hat in Düsseldorf insgesamt 17 Flugzeuge stationiert.

Tariferhöhungen von 22 Prozent

Anlass des aktuellen Streiks sind Gehaltsforderungen von rund 5.400 betroffenen Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Sie verlangen Tariferhöhungen von 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Der deutsche Flughafenverband ADV befürchtet durch die Streiks der Piloten und des Kabinenpersonals Schäden in Millionenhöhe.

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