home Wirtschaft Raus aus dem Home-Office: Coworking in Düsseldorf

Raus aus dem Home-Office: Coworking in Düsseldorf

In einer von Kreativberufen geprägten Stadt wie Düsseldorf verdienen viele Menschen als Selbstständige oder Freelancer ihr Geld und arbeiten von zu Hause aus am Computer. Was sich unter dem Begriff Home-Office zunächst nach unbegrenzter Freiheit anhört, hat allerdings seine Schattenseiten: Der fachliche Austausch mit Kollegen entfällt genauso wie das gemeinsame Mittagessen. Es gibt keinen Raum für Besprechungen und Präsentationen mit den Kunden und das Gefühl von Feierabend, wenn die Bürotür geschlossen wird, stellt sich auch nicht so recht ein. Die Alternative heißt Coworking. Für relativ kleines Geld werden dabei Arbeitsplätze vermietet, die Internet, Kaffee, Profidrucker und andere Annehmlichkeiten bieten. Durch den gemeinsamen Arbeitsraum mit anderen Programmierern, Designern, Textern und anderen Spezialisten, ergeben sich nicht selten spannende Synergie-Effekte und das Thema Socializing wird beim Coworking ohnehin groß geschrieben.

Garage Bilk heißt nun Factory Campus

Freelancer
Vor allem Selbstständige oder Freelancer nutzen vermehrt Coworking-Angebote, Foto: rawpixel / pixabay / CC0 Public Domain

Garage Bilk nannte sich einer der Vorreiter im Düsseldorfer Coworking. Erst vor kurzem sind die Macher aus der Bilker Allee in die Erkrather Straße umgezogen, haben sich in Factory Campus umbenannt und bieten auf nunmehr 34.000 Quadratmetern neben Platz zum Coworking auch Raum für Konferenzen. Die Preise für einen Schreibtisch beginnen bei 19,99 Euro pro Tag beziehungsweise 139 Euro pro Monat, Konferenzräume können flexibel hinzu gebucht werden und abschließbare Einzelbüros kosten je nach konkreter Größe entsprechend mehr. Der Factory Campus hat bislang nicht nur viel Lob eingeheimst, sondern bekommt zudem Unterstützung vonseiten der EU und der öffentlichen Hand. Dadurch soll sich die Location weiter als Standort für Startups und Entrepreneure etablieren. Die Szene ist lebendig, wie viele internationale Mieter und Events beweisen.

Gewächshaus Düsseldorf – Kreativzelle mitten in Düsseldorf

Deutlich kleiner als der Factory Campus ist das Gewächshaus Düsseldorf, einem Coworking-Angebot in der Mindener Straße. 360 Quadratmeter und um die 30 Arbeitsplätze versprechen dem einzelnen Coworker dafür, nicht in der Masse unterzugehen. Auch im Gewächshaus Düsseldorf gibt es einen Seminarraum, einen Konferenzraum und eine gemeinschaftlich genutzte Küche. Viel Sonnenlicht, superschnelles Internet und ein sympathisches Team sollen die Arbeitszeit bequem gestalten und die Motivation hochhalten. Der Tagespass für das Coworking kostet hier 20 Euro, Monatsabos gibt es ab 99 Euro. So viele Veranstaltungen wie beim Factory Campus sind aber nicht zu erwarten.

Coworking – und was ist mit den Papieren?

So befreiend für viele Selbstständige der Schritt wirkt, vom Home-Office zumindest tageweise auf Coworking umzusteigen – eine Frage bleibt: Papiere müssen nicht nur für die Steuer geordnete werden und Corporate Design soll zur Kundenbindung und Imagewerbung auf möglichst vielen Utensilien positive Aufmerksamkeit erzielen. Worum sich in großen Firmen ganze Abteilungen kümmern, ist aber auch im Kleinen möglich. Online-Druckereien wie Easyordner haben sich darauf spezialisiert, gängige Büromaterialien und -zubehör selbst in Kleinstauflagen individuell zu produzieren. Schnell und einfach kommt so zu der repräsentativen Adresse durch den Schreibtisch im Coworking-Büro ein überzeugender Auftritt bei den im Kundengespräch verwendeten Materialien hinzu – und Ordnung in den Papierkram, der vorher vielleicht eher chaotisch anmutete.

Regus bietet in Düsseldorf rund ein Dutzend Standorte fürs Coworking

Während der Factory Campus und das Gewächshaus Düsseldorf in ihren Konzepten deutlich von Gründer-Mentalität geprägt sind, hat sich Regus bundesweit darauf spezialisiert, temporäre Büroräume anzubieten. Allein für Düsseldorf listet Regus elf Standorte auf. Darunter Flächen am Flughafen, im Medienhafen oder sogar auf der Königsallee. Den Rundum-Service von Regus nutzen auch mittelständische Firmen und Großunternehmen, um beispielsweise Projektteams professionelle Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. In Düsseldorf variieren die Preise pro Tag je nach Lage zwischen 6 und knapp 20 Euro. Natürlich lassen sich Konferenzräume nach Bedarf hinzubuchen und auch Monatsabos sind möglich. Ein Vorteil des Coworkings bei Regus ist, dass die Kunden nach einmaliger Registrierung in ganz Deutschland auf Coworking-Plätze zugreifen können – ein Konzept, welches sich gerade für die lohnt, die beruflich viel unterwegs sind.

Für digitale Nomaden und Selbstständige: Coworking ist mehr als ein Trend

Es existieren in Düsseldorf und Umgebung noch einige Coworking-Zentren mehr als die hier erwähnten, zum Beispiel das K-LAN in Heerdt oder der Startplatz Düsseldorf im Medienhafen. Alle nehmen das Bedürfnis nach flexiblen Arbeitsplätzen mit hohen technischen Standards ernst, legen ihren Fokus jedoch auf durchaus unterschiedlich Bereiche. Ein Probetag mit dem Laptop hilft dabei, herauszufinden, welches Angebot im konkreten Einzelfall das ideale ist. Zudem hilft auch die StartUp Initiative