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Innovatives Holzhybridhaus im Medienhafen geplant

Der Projektentwickler Interboden aus Ratingen plant auf der Speditionstraße im Düsseldorfer Medienhafen ein innovatives Holzhybridhaus, das ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Baukultur werden soll. Das neuartige Bürogebäude in Holzhybridbauweise entsteht nach den Plänen von HPP Architekten zwischen dem Büroturm Sign! von Helmut Jahn und den geplanten Wohntürmen mit dem Projektnamen „Heimathafen“. Es wird eine Nutzfläche von 5.200 Quadratmetern haben, die vor allem für Ateliers oder Showrooms genutzt werden sollen. Weitere 600 Quadratmeter stehen für eine gastronomische Nutzung im Erdgeschoss zur Verfügung.

Holzhybridhaus von Interboden entsteht im Medienhafen
Das Holzhybridhaus von Interboden entsteht auf der Speditionsstraße 2 im Medienhafen, Foto: HPP/Interboden

Holzhybridhaus nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip

Der Bau des Bürogebäudes erfolgt nach dem sogenannten C2C-Prinzip („Cradle-to-Cradle-Prinzip“, zu deutsch „von der Wiege bis zur Wiege“). Bei dieser besonders nachhaltigen Bauart kommen vor allem Materialien zum Einsatz, die wiederverwendet werden können. So kann unter anderem die charakteristische Fassade, die aus einer rautenförmigen Holzkonstruktion besteht, bei einem Abriss in ihre Bestandteile zerlegt werden. Zudem bestehen unter anderem die Teppichböden aus Recyclingmaterial. Laut Vanja Schneider, Geschäftsführer bei Interboden, ist diese Bauart damit nachhaltiger als die Energieeinsparverordnung (Enev), die aktuell die energetischen Anforderungen an Gebäude festlegt. So fördere die Enev die Produktion z.B. von nicht wiederverwendbaren und schwer zu entsorgenden Dämmmaterialien. Durch das C2C-Prinzip könne die Verwendung von nicht recycelbaren Materialien hingegen minimiert und der CO2-Ausstoß reduziert werden.

Mobilitäts-Hub für E-Bikes und Elektro-Autos

Holzhybridhaus von Interboden entsteht im Medienhafen
Das innovative Projekt wird neben dem Büroturm Sign! und dem Wohnprojekt Heimathafen gebaut, Foto: HPP/Interboden

Ein weiterer Pluspunkt ist ein geplanter Mobilitäts-Hub, der in der Tiefgarage des Öko-Hauses untergebracht werden soll. An dieser Service-Stelle soll den Anwohnern und Arbeitnehmern des Viertels laufend ein auf E-Mobilität ausgerichtetes Angebot zur Verfügung stehen. Bis zu 160 E-Bikes und 20 Elektro-Autos könnte das Sharing-Angebote umfassen, heißt es. Ein Betreiber ist bislang jedoch nicht bekannt. Ebenso ist offen, ob für ein solches Projekt Fördermittel genutzt werden können.

Interboden zahlt 15 Mio. Euro für Grundstück

Die nachhaltige Ausrichtung des Immobilienprojekts überzeugte auch die städtische Verwaltung, die das Filetgrundstück im Medienhafen nicht an den Höchstbietenden vergab. Stattdessen bekam Interboden den Zuschlag für das 1.250 Quadratmeter große Areal. 15 Millionen Euro zahlt Interboden laut Rheinischer Post und damit rund 2,5 Millionen Euro weniger als ein Konkurrent. Der Bau soll 2019 beginnen und bis 2021 fertiggestellt sein.